Erfahrungsberichte

Erfahrungsbericht von Ali

Hallo zusammen,
ich bin Ali und studiere im fünften Semester am WesterWaldCampus der Hochschule Koblenz.
Am Anfang war ich, wie viele Freunde von mir auch, auf der Suche nach einer Wohnung. Nachdem ich eine Bewerbung für an Wohnen für Hilfe geschrieben und ein paar Vorstellungsgespräche absolviert habe, zog ich schließlich in meine jetzige Wohnung.
Anfangs war ich etwas unsicher, wie das Zusammenleben mit einer älteren Frau funktionieren und ob wir beide gut miteinander auskommen würden. Aber schnell stellte sich heraus, dass diese Sorgen völlig unbegründet waren, da ich bei einem wirklich lieben Menschen eingezogen bin.
Bezüglich der Hilfe fanden wir eine Regelung, die es sowohl ermöglicht, dass alle Arbeiten, die im Haus anfallen, erledigt werden, ich aber zugleich den größten Teil meiner Zeit meinem Studium und meiner Arbeit widmen kann. Daneben kochen wir zusammen und unterhalten uns über unsere Familien und Kulturen. Dadurch kann ich nebenbei auch meine Deutschkenntnisse vertiefen. Manchmal gehen wir auch zusammen einkaufen oder unternehmen andere Dinge gemeinsam.
Ich hatte vorher nicht damit gerechnet, dass es so toll sein könnte, in einer Wohnpartnerschaft zu leben. Ich bereue nur, dass ich erst gegen Ende meines Studiums in mein jetziges Zimmer gezogen bin.

Herzliche Grüße
Ali

Erfahrungsbericht von Wasim

Ich heiße Wasim und studiere Maschinenbau an der Hochschule Koblenz. Bei der Suche nach einer geeigneten Wohnung in Koblenz bin ich auf das Projekt „Wohnen für Hilfe“ aufmerksam geworden, durch das ich ein Zimmer in einer Wohnpartnerschaft vermittelt bekam. Seit 2017 wohne ich bei einem älteren Paar in Oberlahnstein, das mir ein Zimmer sowie ein eigenes Bad im Dachgeschoss zur Verfügung stellt. Ich muss lediglich die Nebenkosten für das Zimmer bezahlen und helfe im Gegenzug bei Arbeiten, die im Haus anfallen. Jede Woche setzten wir uns zusammen und überlegen, wo ich im Haus mithelfen kann. Seit ich hier wohne haben wir u.a. im Garten einen Brunnen gebaut und das Gartenhaus gestrichen. Als Student ist es natürlich toll, keine Miete zu zahlen, am meisten profitiere ich aber vom Austausch mit meinen Wohnpartnern. Mit ihnen unterhalte ich mich viel, etwa über mein Heimatland Irak und über die verschiedenen Traditionen unterschiedlicher Kulturen. Dadurch kann ich auch mein Deutsch verbessern, was für mich der Schlüssel zur Integration ist. Ich wohne sehr gerne in Oberlahnstein und es fühlt sich für mich fast ein bisschen so an, wie bei Oma zu wohnen.

Erfahrungsbericht von Tharu

Mein Name ist Tharu und ich studiere im dritten Semester an der Hochschule Koblenz.
Bei meiner Suche nach einer geeigneten Wohnung in Koblenz stieß ich auf der Internetseite des Studierendenwerks auf das Projekt „Wohnen für Hilfe“. Daraufhin nahm ich Kontakt mit der Leiterin des Projektes, Frau Dommershausen, auf, die mich an ein älteres Paar vermittelte.
Unser erstes Kennenlernen verlief sehr positiv und so ich entschied mich dazu, das Leben in einer Wohnpartnerschaft auszuprobieren. Wir einigten uns darauf, dass ich bei der Gartenarbeit helfen könnte. Da ich schon als Jugendlicher mit Gartenhilfe mein Taschengeld verdiente und mir diese Arbeit immer sehr zugesagt hatte, kam mir diese Vereinbarung sehr entgegen. Ansonsten trinken wir auch mal einen Tee zusammen und unterhalten uns über alltägliche Dinge. Da ich in einer separaten Wohnung im Haus wohne, kann ich mich aber auch zurückziehen, wenn ich das möchte.
Bisher fühle ich mich hier sehr wohl und da ich nur eine geringe Miete zahle, kann ich hier ein gutes Leben führen.

Erfahrungsbericht von Gerges

Mein Name ist Gerges und ich studiere derzeit im zweiten Semester an der Hochschule Koblenz. Mein früherer Wohnort war 50 Kilometer von Koblenz entfernt, weshalb ich mich dazu entschieden habe, nach Koblenz zu ziehen. Leider war es sehr schwierig, eine passende Wohnung in Koblenz zu finden. Auf der Seite der Hochschule habe ich dann durch Zufall das Projekt „Wohnen für Hilfe“ entdeckt, das mehrere Wohnungen im Angebot hatte. Daraufhin habe ich Frau Dommershausen, die das Projekt leitet, angerufen. Sie war sehr nett und freundlich und hat direkt einen Termin mit mir vereinbart. Bei unserem Treffen habe ich ihr erklärt, dass ich mich sehr für die Wohnangebote von „Wohnen für Hilfe“ interessiere. Kurz darauf hat Frau Dommershausen eine geeignete Vermieterin für mich gefunden.
Bei einem gemeinsamen Treffen konnten wir uns zunächst kennenlernen und haben uns direkt gut verstanden. Wir haben auch über die Hilfe gesprochen, die ich leisten kann, und uns darauf geeinigt, dass ich im Garten helfen kann. Die Arbeit stört mich überhaupt nicht, sondern macht mir im Gegenteil sogar richtig Spaß.
Das Projekt „Wohnen für Hilfe“ gefällt mir, weil es mir viele Vorteile bietet. Zum einen habe ich eine sehr günstige Wohnung gefunden, da ich nur die Nebenkosten für mein Zimmer bezahlen muss. Darüber hinaus habe ich immer jemanden, mit dem ich über meinen Alltag sprechen kann und der auch für mich da ist, wenn ich mich mal nicht so gut fühle.

Erfahrungsbericht von Elif

Ich heiße Elif und lebe seit Februar 2017 in Koblenz.
Nachdem ich mich für die Hochschule Koblenz entschieden habe, habe ich mich sofort für ein Zimmer im Studentenwohnheim beworben. Leider war kein freies Zimmer vorhanden. Aus diesem Grund habe ich vergebens nach Wohnungen im Umkreis der Hochschule gesucht. Während dieser Suche bin ich durch Zufall auf das Projekt „Wohnen für Hilfe“ gestoßen und habe mich sofort bei der Frau Dommershausen (Leiterin des Projektes) beworben. Sie kam mir sehr warmherzig und freundlich gegenüber und hat mit mir einen Termin vereinbart. Gleich am nächsten Tag lernte ich Sie persönlich kennen und erhielt auch gleich ein Wohnungsangebot. Durch Frau Dommershausen habe ich meine jetzige, sehr sympathische, hilfsbereite und verständnisvolle Vermieterin kennengelernt, bei der ich vier Stunden Gartenarbeit leiste bzw. auch Computerarbeit durchführe, und dafür viel günstiger wohnen kann. Diese Tätigkeiten übe ich mit großer Freude aus. Dabei steht meine Vermieterin immer an meiner Seite und hilft mir. Ich werde nicht überfordert oder gar unter Druck gesetzt. Meine Vermieterin und Frau Dommershausen sind die Ersten, die ich in Koblenz kennen gelernt habe. Sie helfen mir sogar unabhängig vom Projekt weiter und sind Menschen, denen man „blind“ vertrauen kann.
Durch das Projekt „Wohnen für Hilfe“ kann ich ein unbeschwertes Leben in Koblenz führen und kann das Projekt allen Interessierten nur weiterempfehlen.

Elif und Susanne bei einem Ausflug. Foto: privat

Erste Wohnpartnerschaft in Rhein-Lahn-Zeitung porträtiert

Endlich ist es soweit: Unsere erste Wohnpartnerschaft wurde in der Rhein-Lahn-Zeitung vom 25. Juli 2017 porträtiert. Schön, dass sich das Ehepaar Kuschewski und Wasim so gut verstehen. Aber lesen Sie selbst!